Deutscher Alpenverein
Sektion Laufen

Wir lieben die Berge seit 1922

Veranstaltungen / Aktionen

Durch Wald und Wiese von Höglwörth nach Teisendorf und retour“

Spät im Jahr, aber immer noch bei bestem Herbstwetter fand diesmal unsere Wallfahrt erst im November statt. Aber wie heißt es so schön – wenn Engel reisen.....
und so starteten 16 Wallfahrer mit Sonnenschein am Höglwörther See.
Über gemütliche Forstwege ging es zur Kapelle – Bruder Klaus, die durch das Ramsauer Tal und über einen Teil des Teisendorfer Bierwanderwegs erreicht wurde. Thomas Neumeier stimmte uns mit der Sonne der Gerechtigkeit und einem Vers, dessen Kernaussage ist, dass sich am Ende nicht die Destruktivität des Menschen durchsetzen wird, auch wenn gerade alles dagegen zu sprechen scheint, auf unsere Wallfahrt ein. Wie schöne wäre es doch, wenn sich die verschiedenen Nationen nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen würden, sondern sich treffen, den Frieden feiern und es gäbe Essen und Wein für alle im Überfluss. Doch schaltet man die Nachrichten an, wird man mit apokalyptischen Bildern in die Realität geholt. Gerade jetzt wäre es wichtig hier echte Apokalyptik  - eine rabiate Form der Hoffnung gegen alle Hoffnungslosigkeit - entgegen zu setzten,
Begleitet von vielen guten Gesprächen - quer durch unsere Gruppe, ging es über Teisendorfs Wiesen zur Rast an einem der vielen Marterl, die sich am Weg fanden. Mit einem Gedicht und der Erklärung, dass ER wieder unter uns ist, wenn wir gemeinsam Essen und anstoßen packte Thomas eine Flasche Rotwein aus, versorgte uns alle mit einem kleinem Schluckerl Wein und wir tranken auf den Frieden -  „Schalom“!
Durch ein herbstliches Waldstück gelangten wir kurz vor Sankt Georgen zum mehr als 200 Jahre alten gewaltigen Birnbaum, der zu den mächtigsten Birnbäumen in ganz Deutschland zählt.
Zum gemeinsamen „Vater unser“ hielten wir an der schon mystisch erscheinenden Reihe alter, von Efeu bewachsenen Eichen. Thomas wies auf die nun kommende Adventszeit hin, dass sich ganze Völkerscharen auf den Weg machten um den Messias zu begrüßen. Wer mit Jesus in Kontakt kommt, der lässt das Gehabe der Mächtigen dieser Welt links liegen, verlässt alte Wege und betritt neue. Mit den irischen Segenswünschen, die uns begleiten mögen auf unseren Wegen - wo es hier jedem selbst obliegt, welchen Weg er denn einschlagen möchte -  endete unsere Wallfahrt.
Allerdings ging man keineswegs auseinander, sondern war sich schnell einig, noch gemeinsam zu essen und zu trinken. So saß man noch gemütlich im Klosterwirt in Höglwörth zusammen und wir ließen unsere Wanderung nachwirken.
Stephanie Lichtmannegger

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Aktiv-Wochenende am Achensee

„ Es war ein wundervolles Wochenende mit euch Allen“ verabschiedete man sich letzten Sonntag voneinander. Das Aktivwochenende zum 100jährigen Jubiläum unserer Sektion vom 14. Oktober bis 16. Oktober lies auch wirklich keine Wünsche offen.
Der Freitag war der Anreise gewidmet und im Finden der passenden Aktivität für die nächsten beiden Tage. Ob Mountainbike fahren, am Klettersteig kraxeln oder sich auf eine Bergwanderung begeben, das Gebiet um den Achensee ist sehr vielseitig.  Dort bieten sich viele Möglichkeiten am Berg wie im Tal. Einen tosenden Wasserfall bestaunen oder entlang von Gipfel zu Gipfel wandern, im Schwimmbad in den Wellen zu schaukeln oder einen Bauernmarkt zu besuchen, für jeden Gusto war etwas dabei. Tom Öllinger fand in dem Kärlingerhof in Achenkirch eine ideale Unterkunft für die über 50 teilnehmenden Sektionsmitglieder. Die Zimmer konnten optimal in Familienkreise und Freundesbande aufgeteilt werden. Das Essen war ein Traum! Langeweile gab´s keine. Während die Älteren sich zum Ratschen trafen, konnte sich die Jugend an der Kletter- und Boulderwand ausprobieren.
Voll wunderschöner Erlebnisse steuerte der Marx-Bus mit der Sektion Laufen Sonntagnachmittag zurück Richtung Laufen. Die Heimkehrenden waren dankbar für die tolle Organisation, glücklich über das gute Wetter und die Unfallfreiheit. Im Herzen glimmt die Hoffnung, es möge nicht das letzte Mal gewesen sein.

Petra Karg

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Familien- und Sommerfest

Die DAV Sektion Laufen feierte ihr 100jähriges Bestehen!

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  • Gabenbereitung
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Der Alpenverein lud zum Familienfest anlässlich seines 100jährigen Bestehens ins Trachtlerheim. Eine passenderen Ort hätte man nicht finden können.
Auf vielen Stellwänden und einer Video-Leinwand wurden Bilder vom reichhaltigen und vielfältigen Sektionsangebot sowie über das Vereinsleben der Gegenwart und anno dazumal gezeigt.  Ein eigens für das Jubiläum von den „Jungen Wilden“ gedrehter eindrucksvoller Film begeisterte die Besucher.

„Bei schönem Wetter kann a Jeder feiern“ so begrüßte der Vorsitzende Markus Lichtmannegger die zahlreich erschienen Gäste zum Festgottesdienst. Auch die eigene und die Pfarrkirchner Jugendgruppe kamen pünktlich von ihrem gemeinsamen Übernachtungslager, um mit der großen Alpenvereinsfamilie feiern zu können.
Stiftsdekan Eibl bedankte sich beim Alpenverein, weil die Natur hat Regen bitter nötig und der Alpenverein ist schließlich auch sehr um den Erhalt der Natur bemüht.

Natürlich ließen die Trachtler den Alpenverein nicht im Regen stehen!
Das nach dem Festabend umgebaute Trachtlerheim bot allen Besuchern ein Dach über dem Kopf und so konnte das bewährte „kongeniale Duo der Ökumene“ – unsere beiden Pfarrer Eberhard Zeh und Simon Eibl - einträchtig den Festgottesdienst zelebrieren.
Die Stadtkapelle Laufen bewies ihr Können mit passend gewählten Liedern und untermalte den Gottesdienst aufs Feinste.

Eberhard Zeh brillierte wieder einmal mit einer perfekt auf den Alpenverein abgestimmten Predigt. So schilderte er bildlich, mit vielen Lachern geschmückt, seine Bergsteigererlebnisse zur und auf der Laufener Hütte, fand jedoch auch den nötigen Ernst um uns alle daran zu erinnern, dass das Leben, der Erhalt unserer Schöpfung, nur gemeinschaftlich funktionieren kann, egal welcher Religion, politischer Richtung oder persönlichen Einstellung man folgt.
Nach dem Gottesdienst wurde zum gemütlichen Frühschoppen und gemeinsamen Mittagessen gebeten. Kulinarisch versorgt durch die Trachtler und musikalisch begleitet von der Stadtkapelle.

Der liebe Gott meinte es doch noch gut mit dem Alpenverein und schickte ab und an die Sonne durch die dicke Wolkendecke, so dass die Alpenvereinsjugend ihre Sansibar eröffneten und in bester Barkeeper-Manier die Gäste mit antialkoholischen Cocktails verwöhnte.
Hüpfburg, Balancefahrzeuge und der Kletterturm fanden bei Groß und Klein großen Anklang. Ein Highlight stellte mit Sicherheit das Biertragerlkraxeln dar.
Dank der Feuerwehr Laufen und der Firma Stadler konnten sich viele erstmalig am gar nicht so einfachen Kraxeln versuchen. Bei der Siegerehrung zum Ende des Nachmittags stellte sich heraus, dass die Jüngeren die Nase ziemlich weit vorne hatten und es auf 27 bzw. 26 Tragerl brachten.

Die Trachtler versorgten uns mit hervorragenden Kuchen und Kaffee und „Die Jasmin Boys“ um Ernst Jani präsentierten uns einen wahren Ohrenschmaus. Mit ihrer Reise ins Glück, Schmachtfetzen zum Schwelgen und Schwofen wurde das ein oder andere Tanzbein geschwungen, ruhig sitzen bleiben konnte hier niemand mehr.

Doch auch der schönste Tag geht einmal zu Ende und so verabschiedeten sich die letzten Besucher erst gegen Abend. In Erinnerung bleiben zwei wunderschöne Festtage mit alten und neuen Freunden. Der Alpenverein Laufen dankt daher ganz herzlich allen (Berg)Freunden, Helfern und Mitwirkenden, ohne die es so nicht gelungen wäre!

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D A N K E !!!

Außerordentlicher Dank an D‘ Grenzlandler Laufen,

Dank an die Kloane Leobendorfer Tanzlmusi,

Dank an den Obst- und Gartenbau Verein,

Dank an die Stadtkapelle Laufen,

Dank an Ernst Jani und „Die Jasmin Boys“,

Dank an die Metzgerei Braunsperger,

Dank an die beiden Pfarrer Simon Eibl und Eberhard Zeh,

Dank an die Feuerwehr Laufen,

Dank an Steffi für die Vorbereitung des Gottesdienstes,

Dank an Mesner Surrer,

Dank an Resi für die Gestaltung der Stellwände und RollUps,

Dank an unsere „Jungen Wilden“ für den Imagefilm,

Dank an die Sektionsjugend,

Dank an die Sicherer beim Klettern und Biertragerl-Kraxeln,

Dank an den Hauptverband und unsere Patensektionen Wasserburg, Pfarrkirchen und Burgkirchen,

Dank an die Sektionen Freilassing, Teisendorf und Tittmoning,

Dank an die ÖAV-Sektion Lammertal,

Dank an die ÖAV-Sektion Salzburg,

Dank an den Deutschen Alpenverein,

Dank an die Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen,

Dank an die Zimmerei Stadler,

Dank an die Druckerei Oberholzner,

Dank an die Stadt Laufen,

Dank an alle Ehrenamtlichen und Freunde, die an der schönen Gestaltung und den reibungslosen Verlauf, unserer Feierlichkeiten mitgewirkt haben,

Dank an alle, die für einen kurzweiligen und stimmungsvollen Festabend sorgten und an alle, die am Festsonntag kamen und diesen, trotz zeitweiliger widriger Wetterverhältnisse, zu einem Jubeltag für uns machten!!!

Jubiläums-Festabend

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Geselliger Hoagart beim Poidai

Am Freitag war es wieder soweit, die Sektion lud ihre Mitglieder zum bewährten Hoagart am Poidai-Gut vom Müller Hans ein. Vor Beginn ließen die Wolken gar nichts Gutes erwarten und es kam hie und da ein Tropfen von oben. Als es aber dann um 19.30 Uhr losging, war sich Petrus mit uns einig und ließ es in nur in den Kehlen der Gäste feucht werden.

Auch wenn sich zunächst doch ein paar vom Wetter abschrecken ließen, kam man spätestens als der Dudelsack mit Amazing Grace von Hias Mayr erklang zusammen. Die Laufener Stubnmusi sowie Ziachklänge von Tom und Ernst trugen zu einem geselligen Abend bei selbstmitgebrachten Speisen und Getränken vom Greimel bei. Resi und Tom hatten wieder für die stimmungsvolle Beleuchtung gesorgt und so machten sich erst gegen Mitternacht die Letzten mit dem Radl auf den Heimweg. (ml)

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Ehrungen beim Laufener Alpenverein

Letzten Freitag konnte der Alpenverein Laufen an einem lauen Sommerabend seinen Edelweißabend durchführen. Bei der Wirtin in Steinbrünning war man gut aufgehoben, wenngleich neben den Laufnern einige andere Gesellschaften die Gelegenheit nutzten, um im schönen Biergarten zu feiern.

Insgesamt 53 Mitglieder sind es im 100. Jahr der Sektion, die mittlerweile seit 25, 40, 50 und 60 Jahren dem Verein angehören. Vorsitzender Markus Lichtmannegger konnte gut die Hälfte davon vor Ort begrüßen, denn manch einer war leider verhindert oder hätte von weit her anreisen müssen, und freute sich insbesondere über die Anwesenheit einiger gut bekannter Größen der Laufener Sektion. Mittlerweile sei es keine Selbstverständlichkeit mehr so lange einem Verein trotz Höhen und Tiefen (Corona!) die Treue zu halten, noch dazu wenn es gesundheitlich zuweilen schon mal zwickt und zwackt. Außerdem gilt es u.a. mit Klimaschutz und der Digitalisierung des DAV neue enorme Herausforderungen zu meistern.

Lichtmannegger ließ es sich, wie mittlerweile gewohnt, nicht nehmen bei den jeweiligen Eintrittsjahren eine kleine Auffrischung zur damaligen Weltgeschichte vorzunehmen und bei den Anwesenden u.a. die Namen von Bundeskanzler- und präsidenten abzufragen. Aber auch bedeutende Geschehnisse des Alpenvereins bzw. der Sektion kamen zur Sprache, hatte man doch z.B. vor 25 Jahren mit dem gelungenen zweiten Erweiterungsbau der Laufener Hütte begonnen. Den Rohbau hatte man damals trotz der alpinen Lage und den Unbilden des Wetters nach 2,5 Monaten und mit 3000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden fertigstellen können.
Zunächst wurden die Jubilare aus dem Jahr 1997 durch den Vorsitzenden und die Schatzmeisterin Gabi Höfer-Jani mit der obligatorischen Edelweiß-Anstecknadel und einer Flasche Wein geehrt.
Bei 40jähriger Vereinszugehörigkeit wurde man zudem mit einer eigens für das Vereinsjubiläum gravierten Isolierflasche bedacht, über die sich auch Walter Gaiser freuen konnte, der bis zum letzten Jahr noch zwei Wochen Hüttendienst auf der Sektionshütte machte.

Bei den 50ern wurde der Vorsitzende etwas ausführlicher, denn hier galt es die langjährige Tourenbegleiterin Helga Schauer und Sepp König zu ehren, der seit 1974 bis 2006 in verschiedenen Funktionen in der Vorstandschaft, u.a. auch als 1. Vorsitzender, tätig war und auch heute noch mit den bestens organisierten Radwandertagen und seinen Almgangerl zusammen mit Frau Regina aktiv ist.
Darüber hinaus ging galt es auch Ehrenmitglied Waltraud Fischer mit persönlichen Worten zu ehren, die 1998-2006 als Vortragswartin und 2007-2012 als Tourenreferentin fungierte. Gerade die beliebten Wanderwochen mit ihr auf Mallorca bleiben in bester Erinnerung.
50 Jahre dabei und immer noch aktiv zeigt sich Hans Müller, der in den vergangenen Jahren immer gern sein Poidai-Anwesen für den Vereinshoagart zur Verfügung stellte. Auch am 5. August sind die Mitglieder wieder mit selbst mitgebrachten Speisen und bester musikalischer Unterhaltung beim ihm eingeladen.

Zusätzlich reich mit einem Ruperti-Körberl beschenkt, wurden die drei anwesenden 60er-Jubilare Anton Wimmer, Albert Strobl und Ehrenmitglied Otto Schellmoser, der 1970-1994 als Hüttenwart tätig war und gewohnt launig der Veranstaltung beiwohnte. (ml)


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  • 25 Jahre
  • 40 Jahre
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  • 50 Jahre
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  • 60 Jahre

„Halleluja“!
Endlich, nach 2 Jahren Auszeit wieder Bergmesse auf der Laufener Hütte
Mit „Halleluja“ begrüßte Markus Lichtmannegger die Bergfreunde zur Bergmesse am 3. Juli auf der Laufener Hütte.
Ca. 120 Gäste, darunter auch Vertreter des Laufener Pfarrgemeinderats Steffi Lichtmannegger und Matthias Surer, aber auch die Ehrenmitglieder Gottfried Eder und Karl Edenhofer, die AV Jugend, die Abordnung der Patensektionen Burgkirchen und Pfarrkirchen fanden an diesem sonnigen Sonntag den Weg ins Tennengebirge.
Nach zwei Jahren Auszeit konnte 2022 wieder eine Messe unter freiem Himmel abgehalten werden. 2022 ist zudem für die Sektion Laufen ein ereignisreiches Jahr. Die Sektion feiert ihr 100 jähriges Bestehen!

Mit dem Gedicht von Stefan Schröder:
„Menschen, die die Berge lieben, sind aus tiefster Seele frei.
Sie entschweben leicht dem Alltagseinerlei.
Menschen, die die Berge lieben – wiederspiegeln Sonnenlicht.
Die Anderen, die im Tal geblieben, verstehen ihre Sprache nicht.“

stimmte Thomas Neumeier die Besucher auf die Heilige Messe ein. In seinem Rucksack hatte er nicht nur seine liturgische Kleidung und seine Brotzeit, nein er brachte eine Mission aus dem Lukas Evangelium: Lk 10,1-12.17-20 mit: Jesus sendet 72 Erwählte sich voraus. Sie sollen kein Gepäck dabei haben, jedoch offenen Menschen Frieden und Begegnung anbieten.

Der Wortgottesdienstleiter spannte zu diesen Worten den Bogen in unsere heutige Zeit. Wie geht es uns, wenn wir an unsere jetzigen geistlichen Wegbereiter denken? Diese Frage ließ er offen und für jeden selbst zu beantworten. Nicht nur jammern, sondern selber tätig werden ermuntert uns Thomas Neumeier in seiner Predigt. Nicht müde werden, Missstände zu erörtern und in Veränderung zu bringen. Auf jeden Einzelnen kommt es an, jeder Einzelne ist auch bei Lukas gemeint. Dass dies geschieht, zeigt die Primiz in Abtenau. Dort wurde zur gleichen Zeit die erste Eucharistiefeier des neu geweihten Priesters mit seiner Heimatgemeinde gefeiert, der natürlich auch die Sektion Abtenau beiwohnte.
Herr Neumeier schloss die Bergmesse mit Gedanken zum Reflektieren. Wir, die Berggemeinde, dankten Gott im Loblied „Großer Gott wir loben dich“. Musikalisch wurde dieser Gottesdienst von der Familie Moisl, der "Unterauer  Musi", untermalt.
Wer wollte, konnte sich beim gemeinsamen Essen gleich in Begegnung und Offenheit üben. Das Team des Hüttendienstes Marianne und Toni Pertl kochte für uns sehr fein auf. Gulasch oder einfach nur Würstl sowie ein reichhaltiges Kuchenbüffet stand uns Gästen an diesem Tag zur Auswahl.

Petra Karg / Fotos: M. Lichtmannegger

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„Der Weg ist das Ziel“ war das Motto der Nostalgie-Fahrt des Alpenverein Laufen auf den Wendelstein
Der diesjährige Ausflug stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Sektion Laufen

Mit einem Oldie-Doppeldeckerbus Baujahr 1965 starten die 61 Mitglieder der Sektionen Laufen und der Patensektion Burgkirchen von Laufen aus. Auf Nebenstraßen und durch kleine Ortschaften ging es dem Waginger See und dem Chiemsee entlang bis zum Weißwurstfrühstück am Simssee. Bei der Streckenwahl war zu beachten, dass die kleinen Landstraßen keine zu engen Kreisverkehre, zu niedrige Brücken oder zu steile Anstiege aufwiesen. Denn der Oldtimer mit seinen 150 PS und einer Höhe von 3,80 Meter und besonders der versierte Busfahrer kamen beim Kurbeln ohne Servolenkung und Schalten mit Zwischenkuppeln ganz schön ins Schwitzen. Es wurde deutlich woher der Begriff „Kraftfahrer“ stammt. Ursprünglich wurde der Bus mit seinem Panoramadach und schrägen Sitzen für eher flache Stadtrundfahrten in Berlin gebaut.

Bei anfangs bedecktem Himmel und wunderbarer Wolkenstimmung ging es nach der Stärkung den tintenblauen Chiemgauer Bergen und dem Mangfallgebirge entgegen. Das Ziel war Brannenburg um mit Deutschlands ältester Hochgebirgsbahn in 30 Minuten auf den Wendelstein zu fahren. Kann doch die Wendelstein-Zahnradbahn auch bereits auf ein 110-järiges Bestehen zurückblicken.

Bei inzwischen sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein wanderten die Bergfreunde auf den 1838 m hohen Gipfel mit seinen bekannten und markanten Sendeanlagen des BR- Senders. Zudem befindet sich neben der Wetterstation, unter der modernen weißen Kuppel der Sternwarte, ein großes Spiegelteleskop zur Beobachtung nächtlicher Himmelsobjekte. Gerade zur Mittagszeit zogen mystische Hochnebel und Wolken um den Gipfel. Rund um das tiefer gelegene Wendelsteinhaus begeisterte eine schier unglaubliche Bergflora u.a. mit gelben Trollblumen, pinkfarbigen Orchideen, blauen Teufelskrallen und sogar dem seltenen Türkenbund die Naturliebhaber. Das exponierte Kircherl „Patrona Bavariae“, das zugängliche Höhlensystem und eine Jahrhundert-Ausstellung waren weitere lohnende Sehenswürdigkeiten.

Auf der 1200 m hoch gelegenen Mitteralm ging es dann zur Einkehr. Bei guten und regionalen Speisen, kühlen Getränken oder Kaffee und Kuchen konnten viele Erlebnisse untereinander ausgetauscht werden. Organisator Tom Mayr und der Vorstand der Burgkirchner Reinhard Breu spielten dazu auf der Ziach auf und so verging der Nachmittag viel zu schnell und man fuhr erst mit der letzten Bahn ins Tal.

Nach der erneut wunderbaren Fahrt im Panoramabus ging es wieder heimwärts. Alle waren sich einig, dass dies eine gelungene und entschleunigte Nostalgiefahrt und einem hundertjährigen Jubiläum würdig war.
Mit der Gründung des Alpenverein Laufen 1912 begann eine erfolgreiche Vereinsgeschichte. Gemessen nicht nur an den inzwischen rund 2700 Mitgliedern, der wunderbaren Laufener Hütte im Tennengebirge, sondern vielmehr an den Aktionen für alle Generationen und Bergsportbegeisterte. Nicht zuletzt aber dank der rührigen Vorstandschaft, den unermüdlichen Hüttendiensten und den zahlreichen Tourenbegleitern und Referenten.
Dieses Jubiläum wird mit einem Festabend und einem Familientag für die Öffentlichkeit im August, aber auch mit vielen Veranstaltungen und Aktionen das ganze Jubiläumsjahr hindurch würdig gefeiert.
Theresia Stadler-Mayr

Hubschrauberversorgung der Laufener Hütte

Guad is ganga!
So das Fazit zur diesjährigen Hubschrauberversorgung der Laufener Hütte. Bereits am Mittwoch waren die Ersten aufgestiegen, um entsprechende Vorbereitungen zu treffen und die Hütte aus dem "Winterschlaf" zu holen. Man war überrascht, denn von Winter ist um die Hütte keine Rede mehr.  Musste sonst immer noch Schnee vor dem alten Hütteneingang und um die Hütte weggeschaufelt werden, war diesmal schon alles frei und grün, sowie die Narzissen in voller Pracht.

Am Donnerstag nach Stärkung mit der obligatorischen Weißwurst-Brotzeit wurden die Bio-Trockentoiletten geleert, deren Inhalt über die vergangene Saison und den Winter zu Kompost verrottete.
Danach trugen die Männer alles an Leergut und Müll zusammen, der am nächsten Tag ins Tal geflogen werden sollte, während die Damen insbesondere die Nächtigungslager auf den Kopf stellten und den Frühjahrsputz vornahmen.

Am Freitag war es pünktlich um 8.30 Uhr soweit, der Hubschrauber und das Team der Fa. Wucher trafen beim Gasthof Kohlhof ein, der alljährlich unser bewährter Stützpunkt im Tal ist. Herzlichen Dank an die Familie Auer!
Hüttenreferent Matthias stellte die Tage vorher die jeweiligen BigPacks und Paletten zusammen. Dabei gilt es einiges hin und her zu tüfteln, um nicht über das zulässige Fluggewicht zu kommen.
Zuletzt war uns das Wetter noch wohlgesonnen, die Sonne zeigte sich und die Sicht war frei. Nach 13 Materialflügen mit Getränken, Lebensmitteln, Hüttenausstattung und Brennholz zur Hütte, sowie drei Talflügen mit Leergut und Müll der vergangenen Saison, flog der Hubschrauber bereits um 10 Uhr zur nächsten Arbeitsstelle. Jedermann war froh, dass alles wie am Schnürchen und unfallfrei verlaufen war.

So konnte man sich gut gelaunt der verdienten Brotzzeit in der Sonne der geliebten Bergwelt widmen, bevor es an die restlichen Aufräumarbeiten ging. Den 15 BergfreundInnen der Laufener Sektion ging dies leicht von der Hand und so kam die Geselligkeit und heitere Geschichten nicht zu kurz!
Ein herzliches Vergelt`s Gott an alle Beteiligten, insbesondere der Familie Storfinger, die diesmal mit ihrem Lkw dafür sorgte, dass das am 13. März mit Wegereferent Toni geschlagene Brennholz zum Abflug bereitstand.

Ab Pfingstsamstag begrüßen Resi und Tom als erster Hüttendienst unsere Gäste im Jubiläumsjahr!
Mia gfrein uns auf eich! (ml)

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Gemeinsames Wochenende mit der Patensektion Wasserburg auf der Laufener Hütte

Endlich war es soweit! Nach mehreren Anläufen in den letzten Jahren konnte die Laufener Bergfreunde eine Abordnung ihrer Patensektion Wasserburg auf der Laufener Hütte begrüßen. Bereits am Freitag waren Laufener mit Schi und Schneeschuhen zur Hütte aufgestiegen, um entsprechende Vorbereitungen vorzunehmen. Am Samstag trudelten bei besten Bergwetter 15 Wasserburger um 1. Vorstand Fritz Gottwald nach und nach ein und wurden mit Freude begrüsst. Die bunte Truppe von jung bis junggeblieben, von altgedient bis Neumitglied musste erstmal gar nicht in die Hütte, denn auf der eigens eingerichteten Sonnenterrasse hinter der Hütte ließ sich das ein oder andere Weißbier hervorragend schmecken. Nach der ersten Akklimatisierung und gegenseitigen Kennenlernens machte man sich noch auf, um noch eine Skitour auf den Hochkarfelderkopf bzw. den Fritzerkogel in Angriff zu nehmen. Der Laufener Vorstand mahnte jedoch pünktlich um 16 Uhr zurück zu sein, hatte doch Schatzmeisterin Gabi extra schon frühmorgens Kirschkuchen und Hefezöpfe gebacken. Diese wollte sich natürlich keiner entgehen lassen und so fand man sich wieder wohlbehalten zum Kaffeetrinken ein.

Am Abend wartete Tourenreferent Christian von Hake mit einem vollendet köstlichen Schweinebraten mit Semmelknödl sowie Krautsalat und Ripperl für alle auf. Die Begeisterung war groß und jeder schlemmte, auch wenn das Essen zuweilen etwas "fett" war. Hierfür hatten die Wasserburger Bergfreunde vorsichtshalber Abhilfe dabei und so war das ein oder andere Verdauungsschnapserl sehr willkommen.

Danach schnappte sich Wolfgang die Gitarre, die er bereits am Nachmittag ausgiebig gestimmt hatte. Damit begann ein fast nicht mehr enden wollender Liederabend. Gegen halb Fünf, es war Zeitumstellung, gingen dann auch die letzten ins Bett, wenngleich die ersten schon gleich wieder aufstanden, um zum Sonnenaufgang auf dem Edelweißkogel zu sein! Zum Frühstück war man zurück, um anschließend bei besten Schneeverhältnissen allesamt eine Tour zum Bleikogel in Angriff zu nehmen. Die Abfahrt vom Gipfel zur Hütte war ein wahrer Genuss und viel zu schnell vorbei.

Irgendwann stand leider die Abfahrt zum Parkplatz ins Tal an, obwohl keiner sich so recht trennen konnte. Mit dem Bewusstsein ein wunderschönes, unvergessenes Wochenende unter Bergfreunden verbracht zu haben, gelangten alle wieder unfall- und verletzungsfrei nach Hause.(ml)

Fotos: Werner Salbeck/Markus Lichtmannegger

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Holzmachen für die Laufener Hütte

Dem Ruf des Wegewarts Toni Pertl waren 15 Alpenvereinsfreunde gefolgt, schließlich wurde jede Hand fürs Brennholzmachen gebraucht. Ungefähr 15 ausgewiesene schmale Fichten galt es diesmal tief im Schönramer Filz zu fällen und ofenfertig zu verarbeiten.

Während ein Trupp die Rundlinge mühsam mit einigen Schubkarren mehrere hundert Meter auf unbefestigem aber Gott sei Dank gefrorenem Waldboden für den weiteren Abtransport zu bereitgestellten Anhängern brachten, klob der andere Trupp mit Holzspaltern im Hof von Toni und richtete die Scheite bei seinem Haus auf. Gut sieben Ster waren es letztlich, die dann Ende Mai mit anderen notwendigen Materialien in BigPacks zur Laufener Hütte geflogen werden.

Um verdiente Stärkung mit Weißwürscht und Brezn sowie Kaffee und Kuchen kümmerten sich fürsorglich Marianne und Veronika. Ein herzliches Vergelt`s Gott an alle Mitwirkenden! (ml)
Fotos: Werner Salbeck

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